Benzinhahn
Vor jeder Reparatur eines Benzinhahns muß der Sprit aus dem Tank abgelassen
werden! Ein langer Schlauch mit passendem Durchmesser für den Benzinhahn und
ein 10 Liter Benzinkanister sollten hierfür hilfreich sein. Dann kann man
getrost den Benzinhahn auf PRI stellen. Sollte PRI der Grund für die Reparatur
sein, hilft eine Veterinärspitze (gibt's in der Apotheke), die in den
Unterdruckschlauch gesteckt wird und durch Aufziehen die Membran zum
gewünschten "Ablaß" bringt.
Werkzeug / Ausbau
& Reparatur / Einbau
Werkzeug:
- 10er Schlüsselweite
- 200er oder 400er Schleifpapier
- Spitzzange oder Telefonzange (nur für PRI Reparatur)
- Kreuzschlitzschraubendreher
- passender benzinfester Schlauch
- Benzinkanister
Ausbau & Reparatur:
- Tank demontieren und leeren oder andersherum
- Den Tank auf einen kratzfreien Untergrund kopfüber legen und den
Benzinhahn mit einem Schraubenschlüssel oder einer Nuss mit 10er
Schlüsselweite lösen.
- Den Benzinhahn herausziehen und den Benzinfilter auf Risse inspizieren.
VORSICHT: Bevor man den Benzinfilter abzieht, sollte man genau drauf achten,
wie er eingebaut ist. Kein Röhrchen = Reserve, mit Röhrchen = ON. Hat man
vergessen, wie er eingebaut war, den Benzinhahn auf RES stellen und die
Seite des Benzinfilters, die kein Röhrchen hat, nach der nun geöffneten
Bohrung im Benzinhahn ausrichten.
- Die Dichtung des Benzinhahns zum Tank hin auf poröse Stellen oder Risse
überprüfen und dies ggf. austauschen.
- Die vier Schrauben an der Seite nun entfernen und VORSICHTIG (!) den
Deckel abnehmen. Darunter befindet sich eine Membran, die den Benzinfluß
kontrolliert.
Solltest du Probleme mit andauernd fließendem Sprit gehabt haben, so wirst
du hier wahrscheinlich den Fehler finden. Überprüfe den O-Ring am
Membranteil auf Ablagerungen. Entfernen der Ablagerungen reicht manchmal
nicht, daher sollte man die Membran im Ganzen tauschen (z.B. Teile aus dem
Zubehör).
- Die PRI-Stellung wird durch eine Feder ausgelöst, die den metallischen
Teil der Membran drückt. Sollte die Ursache eines Defekt hier liegen, so
muß der Versteller des Benzinhahns demontiert werden. Hierfür entfernt man
die Abdeckung mit Hilfe eines Schlitzschraubendrehers und dreht/zieht (nur
max. 30 Grad drehen!) den Versteller aus dem Gehäuse.
Wir überprüfen zuerst die Dichtung (O-Ring) auf Ablagerungen.
Im Gehäuse befindet sich die Feder, die nun inspiziert wird. Meist ist nur
die zur Mitte ragende Lippe etwas verbogen/verschoben, sodaß mit einer
Spitz- oder Telefonzange diese zurechtgerückt werden kann. Sollte die Feder
extrem verbogen sein, kann man diese auch ausbauen, indem man sie mit einem
kleinen Schraubendreher vorsichtig aus der Verankerung (Nut, ganz unten)
heraushebelt. In ausgebautem Zustand kann man sie dann - wenn noch möglich
- wieder zurechtbiegen und danach in die vorgesehene Nut erneut
einsetzen.
- "Kein Benzinfluß" liegt oft an einem verstopften
Unterdruckanschluß durch Abstellen des Tank in weichem Untergrund (z.B.
einer Wiese). Um dieses Problem zu beseitigen muß der Unterdruckanschluß
(auf der Membranseite) gereinigt werden.
Einbau:
- Vor dem Einbau den O-Ring säubern oder erneuern.
- Die Dichtfläche am Tank säubern.
- Den Benzinhahn festziehen, den Tank einbauen und mit Sprit befüllen.
- Den Benzinhahn auf Dichtigkeit und Funktion überprüfen
- Den Unterdruckschlauch und den Benzinschlauch aufstecken und sichern
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