Kardan

Willkommen GS 650 G Fahrer!

 

Wartung:

Wechselt das Öl des Kardans alle 20.000 bis 30.000 km, dann wird er euch lange einen guten Dienst erweisen.
Das Getriebeöl (Hypoid SAE90, ca. 200- 220 ml) wird generell soweit aufgefüllt, bis es zur Einfüllbohrung austritt. Ein neuer Dichtring für die Ablass- und Einfüllbohrung versteht sich von selbst.

Überholung Kardanausgang:

Um den Kardanausgang der GS 650 G überholen zu können, muß der Motor ausgebaut und unten getrennt werden.
Ich empfehle: In eine gute Werkstatt bringen, oder Werkstatthandbuch und einiges an Spezialwerkzeug haben!

Überholung Kardan:

Für die Überholung des Kardans muß ebenfalls ein Werkstatthandbuch und eine Menge an Spezialwerkzeug zur Hand sein. Auch in diesem Fall rate ich, den Endantrieb in einer Werkstatt eures Vertrauens überholen zu lassen.

2. Gang Problem:

Das 2.-Gang-Problem ist ein Standard-Problem, jedoch nicht nur auf die 650er Katana beschränkt. Viele Kardantourer der 70er und 80er Jahren haben nach einigen Jahren das Problem, daß der 2. Gang unter Last herausspringt. Die Ursache ist meistens ein defektes bzw. abgenutztes Paar Mitnehmer (so nennt man sie Metallecken an den Getriebezahnrädern) des 2. Gangs. Neben der GS 650 G hat auch die XS 750 (hier zusätzlich noch die Andruckfeder für die Schaltwalze) von Yamaha und z.B. auch die VN 1500 von Kawasaki das Problem. Bei den BMWs ist das aber auch nicht anders...
Warum die Kardantourer oft mit dem 2. Gang zu kämpfen haben ist, wenn man die Technik näher betrachtet, schnell erklärt. Da man beim Gangwechsel vom 1. in den 2. Gang über Neutral drüber muß und der Schaltweg etwas länger ist, fällt die Motordrehzahl und auch die Geschwindigkeit - im Vergleich zu den anderen Gängen - mehr ab. Zusätzlich hat man aber auch einen Kardan, der - im Gegensatz zur Kette - kein Spiel hat und so die Drehzahldifferenz im Getriebe zusätzlich ansteigen läst. Ist ja irgendwie logisch, denn da hängt ja auch noch ein Zwischengetriebe und der Kardan dran, und diese Masse im Gesamten bremst etwas mehr als beim Kettenantrieb. Wenn man nun nicht schnell und sauber schaltet, dann wirkt sich das beim Kardantourer viel fataler aus, da das Getriebe nicht mehr richtig synchron läuft und man viel zu hart schaltet. Kennst du bestimmt: anfahren, kuppeln, KLACK, einkuppeln, wieder Gas geben. Eben dieses KLACK beschädigt auf längere Zeit die Mitnehmer vom Getriebe derart, daß diese abgeflacht sind und bei hoher Last den Halt verlieren (abrutschen).
Um das zu reparieren muß der Motor ausgebaut und unten herum komplett zerlegt werden. Ist also eher was für sehr geübte Schrauber, da auch einiges an Spezialwerkzeug benötigt wird. Ohne Werkstatthandbuch kann man das bei einem Kardan-Motor aber vergessen, da die Einstelldaten hier verdammt wichtig sind.

 


Danke an: Mauli

katana-treff.de